16 Oktober 2007

this is the end.

Also lasst es uns gleich offiziell machen, was eigentlich seit Monaten schon klar ist: Dieses Blog ist an seinem Ende angelangt. Meine Lust am Bloggen über mein Leben hat sich mittlerweile darauf reduziert, über die diversen Reisen zu diversen Poetry Slams zu bloggen - und das geschieht nicht hier, sondern im Schreibstoff-Blog. Der ganze Rest wurde in immer größeren Teilen aus diesem Blog ohnehin ausgeklammert, bis nicht mehr viel übrig blieb. Insofern macht das hier keinen Sinn mehr.


Danke an die Bamberger Blogosphäre (die ja auch schon mal vitaler war, wenn wir ehrlich sind) für die vielen schönen Jahre, und die vielen Menschen, die diesem Blog trotz all seiner Längen und Schwächen doch irgendwie treu geblieben sind. Und wer wirklich an meinem Leben interessiert ist, darf mir auch gern mal ne Mail schreiben... :)


Bleibt mir also nur noch zu sagen:


Danke für eure Aufmerksamkeit, und gute Nacht.


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22 September 2007

Trainwreck

Hui, was für ein Tag. 4 Stunden Fahrt nach Köln für 2 ½ Stunden (wirnennenes) Arbeit. 1 Stunde um-den-Dom-skaten (sehr empfehlenswert). Anschließend die Weiterfahrt über Mannheim nach Augsburg. Kurz hinter Stuttgart hält der Zug in einem kleinen Bahnhof. Wir sind hier nicht in Ulm, Dirk. „Meine Damen und Herren, wegen eines Personenschades auf dem Gleis bleibt dieser Zug für unbestimmte Zeit hier stehen.“ Erfahrene Bahnfahrerinnen und -fahrer stöhnen kurz pflichtgemäß auf, bevor sie schulterzuckend ihre Handys zücken. Eine junge Maskenbildnerin aus Wiesbaden kommt den Gang entlang, um mit dem Schaffner zu reden. Sie hat heute abend in Ulm Premiere. Keine Chance. Die Raucher dürfen auf den Bahnsteig. Die Stimmung schwankt. Einige sehen es locker. Tauschen Personenschadengeschichten aus. Stellen fest, dass Mittwoch abend freundlicher ist als Freitag Nachmittag. So rein personenschadentechnisch gesehen. Andere packen ihre Rollkoffer und suchen sich Taxis zurück nach Stuttgart. Zigaretten werden gedreht oder vorgerollt geraucht. Man vergleicht Singapur mit den neuen Rauchfrei-Ordnungen. Ältere Frau (Singapur) hat Taschenaschenbecher. Finde das Wort an sich schon toll. Die junge Frau hat leider keinen Taxigutschein bekommen. Sieht nach Nervenzusammenbruch aus. Biete ihr erst einen Tee und dann meinen Namen an. Kriege ihren Namen zurück. Guter Tausch. Versuchen vergeblich, kostenlosen Tee zu erschnorren. Haben zusammen gerade genug Geld für einen gemeinsamen Becher. Kippen Milch und Zitrone rein. Reden uns ein, dass das eigentlich Kaviar und Champagner ist. Für 2,70 kann man das schon mal machen. Schmeckt trotzdem scheiße. Gegenüber: Pärchen aus Ulm, wollte eigentlich romantisch essen gehen. Teilt sich jetzt eine Suppe und einen Teller Geschnetzeltes im Zug. Nimmt es mit Humor. Links: Informatiker. Hat roten Hut auf. Mag seine Firma anscheinend. Hab seinen Arbeitgeber erraten können. Werde von ihm ausgelacht, weil ich Windows benutze. Belehrt das ganze Bistro über OpenSource, Sozialismus und Kernspintomographen. Sehr sympathisch. Stimmung: Wird besser. Tauschen Geschichten aus und über Amerika aus. Beklagen generellen Mangel an gutem Bier in USA. Lerne: Heineken ist Beckspisse. Kenn mich da zwar nicht aus, aber weiß: Nur in Bamberger Bier liegt die Erlösung. Schon aus Prinzip. Erfahre, dass sich Informatiker ausschließlich von Bier ernähren können. Zumindest von New-Economy-Aussteigern. Erklärt so einiges. Stimmung ausgelassen. Leider immer noch keine Freigetränke. Helfe Maskenbildnerin aus Wiesbaden beim Zurechtschneiden roten Stoffes. Stück heißt Fuga, soll sehr gut sein. Wird in der AdK Ulm gegeben, bis Sonntag. Hingehen. Nervenzusammenbruch abgewendet. Eigentlich feiern wir eine Party. Stellen fest: Ich bin Undercoverschaffner, habe alles eingefädelt. Eventessen für das Pärchen statt Restaurant. Premiere in Ulm wird jetzt nur für Maskenbildnerin gegeben. Bin stolz auf mich wegen guter Inszenierung. Pärchen aus Ulm bietet Maskenbildnerin aus Wiesbaden Taxidienste an. Alle drei hoffen auf eine gute Aftershowparty. Hoffentlich noch rechtzeitig für den letzten Vorhang. Drücke die Daumen. Informatiker trinkt Bier aus, geht schlafen. Kommen mit einer Stunde Verspätung in Ulm an. Immerhin: 10 Minuten wieder aufgeholt. Im Bistro ist es jetzt wieder ruhiger. Gegenüber redet man über Bausparverträge und verflossene Liebschaften. Es riecht nach faulen Eiern. Steige in Augsburg aus. Zeit wirds.


PS: Michl stellt fest: Pauli klaut beim Poetry Slam.


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26 August 2007

Priceless Conversations

(Abb.1: Herrentoilette des Morph Club, linke Kabine)
Freitag war toll - so toll, dass mir heute noch der Nacken weh tut. Dröönland stand im Morph Club auf der Tagesordnung, und es war ein wirklich starker Abend. Das Publikum hat zwar etwas länger gebraucht, bis es da war (Sandkerwa? Ach quatsch!), aber dann war auf der Tanzfläche auch wirklich die Hölle los, und als ich um halb fünf gegangen bin, war immer noch schwer was los. In der Tat war so dermaßen schwer was los, dass es mir auf der Tanzfläche manchmal zu gewalttätig wurde. Ay, manche tanzen ihren Pogo härter als ich, und dann halte ich mich auch zurück - ein Beispiel, an dem manche was lernen könnten, denn das ist definitiv sozialverträglicher als angepisst am Rand der Tanzfläche zu stehen und alle Menschen gewaltsam zurückzuschubsen, die aus dem Pogo geflogen kommen (denn da wollen die nicht alle wieder zurück). Und wenn man nicht direkt am Rand der Tanzfläche steht, kriegt man auch weniger Pogotanzende ab und muss sich auch nicht so aufregen und ist dann auch weniger angepasst - eine Win-Win-Situation sozusagen.

Und: Jenseits der Tanzfläche gibt es ja manchmal auch die bessere Unterhaltung. So zum Beispiel die Gewinnerin des "Frage-des-Abends"-Wettbewerbs.

Denn ebenjene Gewinnerin betrat mit ihrem Freund morgens um drei das Herrenklo und verschwand in der linken Kabine (s. Abb.1), was grinsende Gesichter bei den übrigen Anwesenden hervorrief. Den Wettbewerb gewann sie dann mit der Frage, die man noch durch die sich gerade schließende Kabinentür hören konnte: "Und jetzt?"

Ja, es war ein schöner Abend, mit sehr vielen sehr netten Menschen und komplett verschwitzten Klamotten, und wenn sich die Organisatoren von Impulz und Dröönland mal mit ihren Terminen absprechen könnten und nicht immer gleichzeitig zwei tolle Veranstaltungen für den chronisch unterversorgten Markt der Freunde härterer Musik in Bamberg anbieten - dann würde ich auch gar nicht mehr meckern.

Zumindest, solange die DJs nicht ihre Enter-Shikari-CD vergessen. Grml.

Hat eigentlich jemand die U-Bahn-Eröffnung am Donnerstag besucht und kann davon etwas Gutes erzählen? Ich hab es da nämlich nicht wirklich lange ausgehalten, da war mir noch zuviel Hörsaal dabei...

23 August 2007

Über Höhenflüge und Tiefflieger

Da treibt man gerade auf einem noteninduzierten Hochgefühl durch die Weiten des Internets, und was findet man beim Spreeblick? Eine weitere grandiose Glanzleistung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in ihrem Bestreben, nicht länger als halbkriminelle Vereinigung angesehen zu werden, nur weil ihre Außendienstmitarbeiter ähnlich penetrant und nervtötend auftreten wie Aboverkäufer, Staubsaugervertreterinnen und die Zeugen Jehovas. Darum hat akademie.de einen Brief bekommen, der noch viel netter als die sonstigen Drohbriefe der GEZ, welche massenhaft in Groß-WGs einflattern, welche auch beim 12. Brief innerhalb eines Jahres noch nicht von der gesetzlichen Rundfunkgebührenpflicht betroffen sind. Akademie.de soll in Zukunft Begriffe, welche "offenbar nur dazu dien[en], ein negatives Image der GEZ hervorzurufen", in Zukunft, bitteschön, unterlassen, und brav die richtigen Begrifflichkeiten verwenden. Das klingt dann in leicht verständlichem Deutsch in etwa so:


"Bekanntermaßen beinhaltet die gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht auch die Pflicht der Zahlung der gesetzlichen Rundfunkgebühr für neuartige Rundfunkempfangsgeräte. Sollten mehrere Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des §4, Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird, wirkungslos verbleiben und kein Bescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr an die räumlich zuständige Landesrundfunkanstalt zurück gesandt werden, so kann der Beauftragtendienst der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (bzw. "Rundfunkgebührenbeauftragte"), welcher eine Provision für erfolgreich enttarnte Schwarzseher und/oder -hörer erhält, in seinem Rundfunkgebührenbeauftragtenbezirk persönlich bei eventuellen Schwarzsehern und/oder -hörern vorstellig werden.



Liebe GEZ,


Ist euch jemals die Idee gekommen, dass euer durchaus vorhandenes negatives Image in der Bevölkerung nicht anders zu beheben ist? Abmahnungen wegen der Verwendung umgangssprachlich nicht totzukriegender Begriffe (eine schöne Liste findet sich im erwähnten Schreiben der GEZ) sind ebenso kontraproduktiv wie der aggressiv-drohende Tonfall eurer "Informationsschreiben" sowie eure penetranten "Rundfunkgebührenbeauftragten". Über die Sinnhaftigkeit der gesetzlichen Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte will ich mich da noch nicht mal aufregen, das haben wohl andere Stellen verbrochen. Aber vielleicht wäre es da mal an der Zeit, die Idee der Kulturflatrate weiter zu denken?


Vielen Dank.


02 August 2007

Neuigkeiten

Und während man sich so auf das Vordiplom in Verwaltung vorbereitet und die Freundin in Indien weilt und eigentlich grad überall ein großes Schild "Sommerpause" hängt, kommt es für das ebenfalls sommerpausierende Team Schreibstoff Schlag auf Schlag: Erst werden wir für den 1. November nach Passau eingeladen, dann wird unser 1. Platz im deutschsprachigen Teamranking (und damit die Qualifikation zum SLAM 2007) offiziell bestätigt, und zu guter Letzt klingelt das Telefon, und wir haben eine Einladung ins Münchner "Substanz" für den 14. Oktober.


Scheint so, als wären die Zeiten der frankeninternen Tourtage vorbei, denn das sind unsere ersten drei Termine, die nicht in Ansbach, Bamberg, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Weißenburg oder Würzburg stattfinden. Man darf gespannt sein. Und wenn sich jetzt noch die Redaktion vom WDR-Slam melden würde, wäre das alles perfekt.


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23 Juli 2007

Pottermania

Samstag war ein schöner Tag:


Samstag, 10.30 Uhr: Der Postbote klingelt zweimal. Ich stehe in der Dusche, darum öffnet meine Freundin die Tür. Nach dem Abtrocknen liegt der neue Potter bereits ausgepackt und inspiziert auf dem Bett.


Zur Vermeidung eines eventuellen Vernachlässigungsgefühls gehen wir zu zweit Brötchen holen, ich decke den Frühstückstisch und gehe sicher, dass alle nahrungstechnischen Bedürfnisse auf beiden Seiten ohne Aufstehen befriedigt werden können.


11:05 Uhr: Ich beginne mit der Widmung. Verabschiede mich vorher von meiner Freundin: "Also, ich les dann mal..."


13:14: Ich kommentiere die ersten Verstümmelungen, mag aber die englischen Wortspiele.


15:32: Fühle mich an "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" erinnert. War ja auch ein englischer Film.


17:14: Kommentiere diverse leicht abstruse Handlungsstränge. Werde daran erinnert, dass es abstrus ist, in einer "magischen Welt" Abstrusitäten zu beklagen. Beschließe, das Wort "abstrus" in Zukunft nicht mehr zu verwenden.


21.40: Stelle fest, dass es dunkel wird. Manche Todesszenen sind schlichtweg lächerlich, aber: siehe 17.14 Uhr.


02:30: Angeblich hat Joanne K. Rowling nach dem letzten Kapitel geweint. Kann ich gut nachvollziehen, hätte aber an ihrer Stelle einfach ein besseres letztes Kapitel geschrieben.



Stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist, was über den 7. Band zu schreiben, wenn man nichts wichtiges verraten darf.


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19 Juli 2007

Neue Platten #3

Heute: Tocotronic - Kapitulation


Tocotronic. Haus- und Hofkapelle der Generation, die wieder mit Hornbrillen cool aussehen durfte und Ende der 90er Jahre so verloren herumstand wie das prototypische Mitglied dieser Generation in einer Großraumdiscothek...


... jetzt liegt hier also die lang erwartete neue Scheibe von euch, und ich bin mir nicht schlüssig, ob ich die jetzt mag oder nicht.


Musikalisch ist es diesmal weitgehend konventioneller Gitarrenrock ohne allzu große Abwechslung - sieht man von Track 10 ab, der musikalisch keine Offenbarung darstellt, aber wesentlich punkiger klingt als der Rest. Dennoch erkennt man klar und deutlich, welche Band hier aus den Lautsprechern klingt, und gut produziert ist das Ganze auch. Dennoch plätschern die Lieder etwas monoton vor sich hin, ohne sich spürbar voneinander zu unterscheiden. Aber mal ehrlich: Tocotronic auf die Instrumentalisierung zu reduzieren, würde die Band ihres Kerns berauben - der steht am Mikrofon und singt da rein.


An der Textfront steht man bei einigen Alben von Tocotronic gern auch mal ratlos da und muss Lieder ein paar mal öfters hören, bis man sich seine eigenen Theorien bilden kann - das bleibt einem diesmal weitgehend erspart: Die Texte bieten zwar immer noch genug Interpretationsspielraum, aber sind auch ohne Tiefenexegese verständlich. Das gerät nicht allen Texten zum Vorteil: Bei Zeilen wie "Dein Gut ist mein Gut, dein Schön ist mein Schön, dein Wahr ist mein Wahr, dein Schlecht ist mein Schlecht, dein Schlimm ist mein Schlimm, dein Schlimm ist mein ganz Schlimm" (Track 7 - Imitationen) vergeht einem schon mal die Lust, sich näher mit dem Lied zu beschäftigen. Auch andere Textstellen kommen einem bekannt vor - hier hat sich Tocotronic mal an Allgemeinfloskeln bedient ("ich schaue in den abgrund, der abgrund schaut zurück" - Track 8 - Wehrlos)
Trotzdem zieht sich das Konzept "Kapitulation" durch das Album, kommt immer wieder beim Ich an und hinterfragt Abhängigkeiten, "Das-muss-so-sein" und die eigenen Entscheidungen. Das muss man erst mal hinkriegen - allen textlichen Schwachstellen zum Trotz.


Und jetzt hol ich eine fiktive 5-Punkte-Skala raus und versuche, die "Kapitulation" darauf zu verorten, und lande bei 3 Punkten. Nicht weniger, weil die Scheibe an und für sich ganz robustes Handwerkszeug ist und ein Konzeptalbum der alten Schule an und für sich einfach eine feine Sache ist.
Allerdings auch nicht mehr, weil die CD über weite Strecken gleichförmig dahindudelt und nur durch einige wenige Highlights begeistern kann - hierzu gehört das Titellied "Kapitulation" und "Sag alles ab", das Freundinnen und Freunden der "Wir kommen um uns zu beschweren" Freudentränen in die Augen treiben dürfte.


Tocotronic sind halt auch älter geworden, und die "Kapitulation" wird wohl nicht zu einer meiner Lieblings-Tocotronic-Scheiben werden. Aber für einige Sachen ist "Kapitulation" doch immer noch gut:


1. Stilvolle Beschallung von WG-Küchen
2. Romantische Techtelmechtel
3. Trashige (und gerade deswegen lesenswerte) FAZ-Kritiken


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12 Juli 2007

Neue Platten #2

Nach dem Slipknot-Desaster kann es eigentlich nur besser kommen... hier also neue Platte #2:


Enter Shikari - Take to the Skies (Ganze Lieder gibts als Hörbeispiele bei MySpace, wenn Amazon-Snippets euch zu kurz sind)


Enter Shikari. Die Band sagte mir bis vor einigen Wochen nichts, dann erzählte mir jemand bei einem Konzert davon, und dann kamen sie aufs Full Force... und legten den definitiv beeindruckendsten Auftritt des Festivals hin. Vier junge Engländer: Ein Gitarrist, ein Bassist, ein Schlagzeuger, ein Sänger, und - Elektronik. MySpace führt sie unter den Kategorien Hardcore/Trance/Japanischer Pop, und die Bezeichnung "melodischer Hardcore mit Trance-Elementen" trifft es ziemlich gut.


Die CD "Take to the Skies" kommt mit 17 Liedern (davon 6 größtenteils elektronischen Instrumentals) auf etwas mehr als 52 Minuten Spielzeit.


Die einzelnen Tracks (ohne Instrumentals, die aber allesamt gute Brückenfunktion zwischen den Tracks wahrnehmen) hier mal einzeln unter die Lupe genommen, weil ich sie so toll finde. Ha!


#2: "Enter Shikari": ...and still we will be here standing like statues...
Rockiger Track mit atmosphärischen Synthesizern und einigen netten Geschwindigkeitswechseln, von langsamen, getragenen Teilen zu schnellen, straighten Passagen. Sehr eingängig!


#3: "Mothership": ...they said that your answers were always lying on the ocean bed. there's something in the air. tonight, i'm wide awake...
Stilistisch ähnlich zu "Enter Shikari", allerdings übernehmen die Synthesizer hier deutlich mehr melodische Parts, die Gitarre wandert für weite Teile in die Rhytmussektion. Charakteristisch auch hier die Wechsel im Tempo: Mal treibend und hektisch, mal klassische Hardcore-Breakdowns (also langsame, aber harte Passagen). Und ohne hörbaren Übergang geht es zu


#4: "Anything can happen in the next half hour": ...his eyes are locked on her, her eyes are fixed elsewhere, he's confident, but he's not aware she doesn't care...
Sicher einer der unkryptischsten Texte der CD. Das Stück handelt nicht nur von zwei Menschen in einem Club oder discoähnlichen Etablissement, dort könnte es auch gut gespielt werden - tanzbar, aber trotzdem nicht eintönig, und schöner Mitsinggesang. ...who remains when the curtain falls? who remains when the curtain goes down...?


#6: "Labyrinth": ...stand up, take a bow, you have no reason to celebrate, you're lost in a labyrinth, scream now, it's not too late...
Kontrastprogramm: Der Gesang wird im Vers zum Hardcore-üblichen Shouting (auch gern, und ungerechtfertigt, als "Rumg'schrei" abgetan), auch der Zwischenteil könnte sich musikalisch so bei jeder anderen Band aus dem Bereich finden, ein ganz klassischer Breakdown-Part... und dann kommen wieder die Synthesizer, bevor die Band wieder in die Vollen langt. Hier zeigt die Band ihre Hardcore-Wurzeln.


#7: "No Sssweat": ...where's your respect? why bite the hand that feeds? it's not over yet, plenty more fingers for you to nibble...
Hab ich gerade Hardcore gesagt? Genau so gehts weiter: Rumschrein mit extrem angepisster Attitüde, nur dezent elektronische Elemente, straighter Rhytmus, treibendes Schlagzeug, und im Kontrastprogramm: Ruhigere Breaks mit cleanem Gesang. ...do this one more time and i'll bite your fucking fingers off...


#8: "Today won't go down in history": ...and as we march into the storms eyes, i find relief in the rain. i can hide as i lead my army into certain death...
And now to something completely different: Ein ruhiger, nur von einer Akustikgitarre begleiteter Einstieg in eine Ballade, die später noch etwas bombastischer wird. Vergleiche zu Evanescence oder AFI sind angebracht. Der erste durchgehend langsame Track auf der CD.


Danach gehts erst mal mit einem langsameren Instrumental weiter, welches das Thema des 2. Liedes aufgreift: and still we will be here - standing like statues. Halbzeitpause.


#10: Return to Energiser: ...you look like you rented a smile from someone, but you rented the wrong size, take it back, you should take it back...
Und jetzt wirds abgefahren: Von schnellen Hardcoreparts und abgefahrenem Rhytmus bricht es sich durch verschiedene Geschwindigkeiten runter, mit zunehmend ruhigerer Instrumentalisierung, und dann kommen die typischen stimmungsaufbauenden Tranceelemente, nach welchen 99 von 100 Tranceproduzenten die Basedrum einsetzen lassen - Enter Shikari lässt stattdessen wieder Breakdowns einsetzen. Vollkommen kaputtes Lied mit mehr Brüchen als ein Stuntman mit Glasknochen... was für Freunde technisch anspruchsvoller Musik, und einer der abwechslungsreichsten Tracks. Zum Glück kommt danach wieder ein Instrumental, das muss man erstmal verdauen.


#12: "Sorry, you're not a winner": ...sorry you're not a winner with the air so cold and a mind so bitter. what have you got to lose but false intentions and a life so pretentious?...
Wieder ein Lied mit starken Tranceanteilen und rhytmischer Gitarre, und - vor allem verglichen mit "Return to Energiser" - vergleichsweise harmlosen Breaks. Allerdings bleibt lediglich die sehr geniale Bridge mit ihren drei Claps wirklich hängen - die ist aber an sich schon Grund genug, das Lied zu lieben. Wir unterbrechen für das Intro zu Lied 14, welches eine eigene Tracknummer bekommen hat.


#14: "Jonny Sniper": ...so this is a quest to save the world, and he'll always be here for another. another day, another chance to rescue...
Ein mittelschneller Track, ohne große Brüche geht es recht rockig und gradlinig, fast ohne Shouting-Parts, durch den Text. Wenn man bei Enter Shikari ein radiotaugliches Lied suchen will, könnte man es wohl hier finden - nur fehlt dem Lied eben all das, was Enter Shikari so speziell macht...


#15: "Adieu": ...and i long for you to appear, after losing your way across star riddled skies, to carry you home. i cherish my loss a gentle reminder that life is unkind at the best of times. look up into the skies. home could be anywhere when i am holding you.
Eine akustische Ballade, ein großartiges Liebeslied, wunderschön gesungen, und das oben ist der komplette Text. Weil er so schön ist. Auch wenn es am Schluß noch mal etwas lauter wird, aber das ist gar nicht mal verkehrt.


#16: "OK, Time for Plan B": ...look what you've done to yourself. yeah, you've lost the will to do what's right again..."
Und jetzt wirds nochmal politisch. So würden Boysetsfire klingen, wenn sie einen Synthesizer hätten. Entsprechend eingängig geht das Lied voran. Enter Shikari ziehen nochmal alle Register ihres Könnens und produzieren ein abwechslungsreiches und in sich sehr stimmiges Stück melodischen Hardcores - mit Synthesizern. Dass sowas überhaupt geht, mag einige musikalische Engstirnige verwundern - aber es klappt. Und am Schluß, als es gerade etwas ruhiger gibt, gibts dann doch noch mal aufs Maul, in guter Oldschool-Manier. Das an- und abschließende Instrumental greift ein letztes Mal das Thema des Tracks #2 auf: and still we will be here - standing like statues...


Fazit: Großartige Scheibe, die man sich in jedem Fall anhören sollte, wenn man ein Faible für gelungene und ungewöhnliche Musik hat. Und in 10 Jahren kann man dann sagen, dass man schon damals wusste, dass die Band noch mal was ganz Großes wird. Nirvana hat am Anfang ja auch jeder komisch gefunden. Die Produktion ist sehr gelungen, die Instrumente gut abgemischt, die Zusammenstellung der Stücke schlüssig, und das Album als solches ist eine Hörerfahrung, da alles ineinander übergreift. Davon können auch einige ganz große Bands sich auch gern mal eine Scheibe abschneiden!


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Gerüchteküche

Unglaublich! Der derzeit amtierende Frankenslamchamp Christian Ritter hat einen goldenen Zipfel! (und einen Oldschool-Blog, so mit ohne RSS und so).
[Update: Michael Jakob hat keinen goldenen Zipfel, dafür einen Newschool-Blog, mit RSS und so]

und wer das jetzt als dreiste Werbekampagne für die Blogs der erfolgreichsten fränkischen Slammer und deren Blogs erkannt hat, liegt vollkommen richtig. Also gebt den beiden mal ein bisschen eurer Aufmerksamkeit :)

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10 Juli 2007

Neue Platten #1

Zur Zeit habe ich das Vergnügen, eine Menge CDs in meine gierigen Finger zu kriegen. So zum Beispiel Slipknot - 9.0: Live, auf die ich mich sehr freute, da ich Slipknot als sehr gute Liveband in Erinnerung habe und auch die Alben sehr schätze.


Das Doppelalbum scheint alles zu haben, was ein Slipknot-Livealbum beinhalten sollte: The Blister exists, Left Behind, Vermillion, Three Nil, The Heretic Anthem, Duality, People=Shit, Wait and Bleed, insgesamt 24 Tracks auf 2 CDs, die an sich gut zusammengestellt sind, wären sie eine Slipknot-Compilation. Und auch der Anfang ist vielversprechend: Das Publikum rastet völlig aus, als Slipknot die Bühne betreten.


Doch vor der heimischen Stereoanlage kam bei mir statt großer Freude eher Ernüchterung: Die Spuren sind schlecht abgemischt, der Sound ist nicht annähernd so druckvoll, wie man es von den Alben (und den Liveauftritten) gewohnt ist, und auch gesanglich war Corey Taylor schon wesentlich besser gewesen. Songs wie Vermillion, die im Studio großartig produziert wurden und Gänsehautfeeling verursachen, gehen in der Liveaufnahme gnadenlos kaputt. Die instrumentellen Höchstleistungen der Musiker gehen im Soundbrei größtenteils unter. Ein atmosphärisches Highlight von Liveauftritten, die Ansagen, schwanken zwischen Egomasturbation über die eigene Großartigkeit und dem Versuch, möglichst oft "Fuck" zu sagen. Was bei den Children of Bodom schon legendär nervig ist, das ist auch bei Slipknot nicht besser. Das Live-Drumsolo von Joey Jordison vermag auch nicht zu begeistern.


Fazit: Außer leidenschaftlichen Plattensammlern braucht dieses Doppelalbum kein Mensch. Wer die Musik mag, ist mit den Studioalben besser bedient, wer die Live-Intensität von Slipknot auch daheim erleben will, dem sei die Disasterpieces-DVD empfohlen, die - sehr gelungen - einen etwas älteren Auftritt in London dokumentiert, und auch nur 6 Euro mehr kostet.


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Tokyo Motel

Es lohnt sich, den Lön zu lesen. Et voila!





(via)


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Hass

Der großartige Landshuter Performancepoet Lange hat das (zumindest von mir) lang erwartete Flashpoem "HASS" fertiggestellt. Wer also mit Literatur abseits von Goethe und Schiller was anfangen kann, möge mit seinem Zeigegerät sanft auf folgenden Link klicken.


Ist nämlich ein lustiges cooles Video, unbedingt ansehen!!!


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25 Juni 2007

Glaube ist eine feine Sache

Nennt es Karma oder göttliche Intervention, aber heute löste sich erst eine ganze Reihe von ziemlich großen organisatorischen Problemen ohne mein Zutun in Luft auf, und dann steht gerade auch noch ein gigantischer Regenbogen direkt über den Dächern der gegenüberliegenden Häuserzeile, während der Himmel in tiefes Rot getaucht ist.


Ich kann jeden verstehen, der dafür andere Erklärungen findet, aber ich für meinen Teil fühle mich gerade vom Universum geliebt und bin glücklich.


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Stöckchen

Was macht man, wenn man grad n Essay schreiben sollte? Richtig... also:


Von der paule gab's ein Stöckchen und sowas will beantwortet werden zur Erheiterung der geneigten Leserschaft.

1. Wie spät ist es?
12.12 Uhr

2. Wie lautet Dein Name, so wie er auf der Geburtsurkunde erscheint?
Sir Francis Drake. Wie sonst?

3. Wie lautet Dein Kosename?
wie heißt dieser Blog nochmal? Wuschels Welt? Warum nur?

4. Wann hast du Geburtstag?
Nächstes Jahr wird es ein Dienstag sein.

5. Geburtsort?
Kreiskrankenhaus, knapp vor dem jüngerensten Mitbewohner der Welt

6. Welche Farbe hat die Hose, die Du gerade trägst?
äh... hellbraun?

7. Dein momentaner Lieblingssong?
Slipknot - Everything Ends ("You are wrong, fucked and overrated, I think I'm gonna be sick and it's your fault..." schön, sich mal wieder in sowas zu flüchten).

8. Was hörst du gerade?
Ignite - Pieter (vom Album "A Place Called Home")

9. UND WER HAT EIGENTLICH DIE NEUNTE FRAGE GEKLAUT???


10. Lieblings-Gummibärchen
Gelatinefrei.

11. Hast Du ein Lieblingstier?
Katzen rocken die Scheiße fett. Und Zwergziegen. Und sowieso alles mit Pelz zum Kraulen.

12. Wenn Du ein Buntstift wärst, welche Farbe wärst Du?
So ein lustiger Regenbogenstift - von der Idee her toll, aber leider vollkommen nutzlos..

13. Wo willst Du in Deinen Flitterwochen hin?
Mit dem Motorrad von New Orleans oder Denver oder Chicago nach San Francisco.

14. Wie ist das Wetter gerade?
Keine Ahnung, wo der Coyote (bei dem ich dieses Stöckchen geklaut habe) die Sonne sieht - bei mir ist es bedeckt....

15. Wer ist die letzte Person, mit der Du telefoniert hast?
Cherie!

16. Was bemerkst Du als erstes am anderen Geschlecht?
Brüste, was denn sonst?

17. Wie geht es Dir heute?
Arbeitsverweigernd.

18. Was ist Dein Lieblingsgetränk?
Fruchtiger Spaß für jedermensch.

19. Lieblings - alkoholisches - Getränk?
Weißwein. Oder Rotwein. Aber bitte nur einen Schluck.

20. Bist Du gepierct?
Seit ein paar Tagen nicht mehr, hab da mal auf meinen Körper gehört.

21. Hast Du ein Tattoo?
Ja

22. Wie isst Du ein Hanuta?
Wie eine Muschel - erst die obere Schale vorsichtig knacken, dann die Schokolade runterpfriemeln, und dann den Rest hinterher zum Magenschließen.

23. Lieblingssport zum Zuschauen?
PoetrySlam.

24. Welche CD/DVD wirst Du Dir als nächstes kaufen?
Bin schon längere Zeit auf Fiva & Radrum - Kopfhörer scharf.

25. Augenfarbe?
Grün-Blau.

26. Trägst Du Kontaktlinsen?
Nein.

27. Geschwister und Alter?
2 ältere Brüder.

28. Letzter Film, den Du geschaut hast?
Shrek der Dritte (witzig, aber kommt nicht an 1 und 2 ran)

29. Lieblingstag im ganzen Jahr?
Der Dienstag nach Pfingsten.

30. Bist Du schüchtern, jemanden zum Essen einzuladen?
Nein, meistens bin ich eher zu beschäftigt dafür.

31. Hattest du schon mal einen Autounfall?
Ich nicht, nur mein Auto.

32. Magst Du lieber lustige oder gruselige Filme?
Lustig. Gern auch niveaulos.

33. Dein Lieblingsfilm?
Allein, Romeo&Julia, Star Wars

34. Dein liebster Ferienort?
San Francisco hat sich da echt eingebrannt bei mir. Juhu!

35. Sommer oder Winter?
Frühling? Sommer is zu warm, Winter zu kalt.

36. Umarmungen oder Küsse ?
Wer will sich denn da schon entscheiden? Mitnehmen, was geht!

37. Beziehung oder One Night Stand?
Och... :)

38. Hast Du jemals einen Menschen so sehr geliebt, dass er/sie Dich zum Weinen gebracht hat?
Würde ich Nein sagen, hätte ich nie geliebt.

39. An welchem Ort möchtest Du gerne mal geküsst werden?
Auf einer Bühne, vor 10.000 Menschen, nach einem grandiosen Auftritt. Aber ich gebe zu, der Kuss wäre dann eher ein Sahnehäubchen

40. Dein liebstes Fast Food Restaurant?
Panda Express. Müsste ich mich auf Deutschland beschränken, würde ich zu meiner Schande Starbucks sagen müssen.

41. Dein Lieblingsbuch?
Als ob man sich da festlegen könnte...

42. Deine Lieblings-Disco/ -Kneipe/ -Café/ -Bar?
Morphclub Bamberg.

43. Wie oft bist Du durch die Führerscheinprüfung gefallen?
Das habe ich meinem Bruder überlassen.

44. Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?
Keine Ahnung, aber ich scheine Spaß zu haben.

45. Von wem hast du die Mail bekommen?
Coyote.

46. Bist Du jemals für ein Verbrechen bestraft worden?
Ordnungswidrigkeiten sind keine Verbrechen, oder?

47. Was machst Du, wenn Du gelangweilt bist?
Kommt drauf an, wer noch so da ist. Meistens Computerspielen und mir den Tag rot im Kalender anstreichen.

48. Welche Phasen sind typisch für Dich?
Grummeln - plötzlicher Aktivismus - Schlafen

49. Welcher Freund/Freundin wohnt am weitesten entfernt?
Bremerhaven, Husum, Wien, Villach, London - das würd mir mal so spontan als ein paar Eckpunkte meines Freundeskreises einfallen.

50. Was wäre das Schlimmste, was Dir passieren könnte?
Irgendwann von den "wilden Tagen" zu reden, die in grauer Vergangenheit liegen.

51. Wann ist Deine Zu-Bett-Geh-Zeit?
Nach Mitternacht.

52. Was ist im Moment das Beste in Deinem Leben?
Dass es MEIN Leben ist.

53. Schokolade oder Vanille?
Schoko.

54. Wie sehr liebst Du Deinen Job?
Meine Ehrenämter find ich toll, arbeiten is ja noch nicht.

55. Möchtest Du, dass Deine Freunde Dir antworten?
Müssen sie selbst wissen.

56. In welchem Geschäft würdest Du Deine Kreditkarte bis aufs Maximum ausreizen?
Games Workshop wäre so ein heißer Favorit, aber ich komm nicht mehr dazu...

57. Wer wird am Wahrscheinlichsten nicht antworten?
Is mir echt zu unwichtig, um drüber nachzudenken.

58. Wer wird zuerst eine Antwort auf diese Mail schicken?
Wer weiß?

59. Und wer wird wohl zuletzt antworten?
Ach herrje.

60. Wie spät ist es jetzt?
12.37 Uhr


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22 Juni 2007

Beobachtungen

1. Je leiser die Bibliothek, desto lauter die Laptops.


2. Je vertiefter ins Lesen, desto abstruser die Fragen der MitbewohnerInnen ("Hast du ein altes Biobuch da?")


3. Anscheinend wirds auf dem Force dieses Jahr keine Sahara geben. Hat auch was.


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Vom Pech verfolgt

Das Southside-Festival hat ein weiteres Jahr in Folge Pech.


Wir erinnern uns: 2006 blies ein Gewitter am Sonntag abend zum Sturm auf das Festivalgelände, und das Programm auf der Hauptbühne wurde kurzerhand ausgesetzt. Bands wie Tomte und Maximo Park spielten dann zwar Akustiksets, doch die Randale, incl. brennenden Müllcontainern und anderen Unerfreulichkeiten, gab es trotzdem, bis die Bands wieder spielen konnten. (Videos davon gibts in rauhen Mengen bei YouTube)


Und dieses Jahr kommt es noch viel tragischer: Am Donnerstag morgen gab es wieder ein Unwetter, und die Zeltbühne wurde so schwer beschädigt, dass Teile davon einen nahestehenden Rettungswagen durchbohrt haben. Dabei kam ein Sanitäter ums Leben. Das für die Zeltbühne geplante Programm fällt nun natürlich auch aus, was sicherlich wieder für Unmut im Publikum sorgen wird.


Wenn man sich diese beide Geschichten anschaut, muss man sich fragen, wie so etwas passiert. Ist die Gegend besonders windanfällig (ich meine, da im Zusammenhang mit Hochplateaus mal was gelesen zu haben)? Gibt es keine sturmfesten Zelte? Und wenn es diese Zelte nicht gibt - warum wurde das Festivalgelände nach den Erfahrungen vom Vorjahr nicht weiträumig evakuiert, als das Gewitter aufzog?


Mal schauen, welche Konsequenzen das nach sich ziehen wird.


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20 Juni 2007

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

... ok, vielleicht ein bisschen euphorisch. Aber wenn man sich die Rangliste der deutschsprachigen Poetry-Slam-Teams anschaut (die Punkte, nicht die irreführende, da nicht aktuelle Reihenfolge) und Schreibstoff an erster Stelle wiederfindet - da darf man sich doch schon mal ein bisschen freuen und von den deutschsprachigen Meisterschaften träumen, oder?


Auch wenns nur 7 konkurrierende Teams neben uns gibt :)


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08 Juni 2007

Stay Hungry!

Es bleibt nicht ruhig.


Am Pfingstwochenende fuhr ich - nach einem kurzen Abstecher nach Augsburg - ins schöne Naabtal nördlich von Regensburg, um die ehemaligen UntermieterInnen, die es dorthin verschlagen hat, zu besuchen. Ein schönes Wochenende mit Regengarantie zur Grillzeit, sonst aber strahlendem Sonnenschein (oder sternklarer Nacht), supertollen Leuten und viel Verständnis für meine Tattoopanik ("Oh Gott, es macht irgendwas! Ist das normal?") Ein wunderschönes Wochenende, und seitdem bin ich auch um Johann, den Baum, bereichert. Das ist ja auch schon mal was :) Am letzten Abend ging es um G8 - na klar, über was kann man denn als Linker sonst grad diskutieren - und viel zu spät lag ich dann im Bett, wo ich auch nicht einschlafen konnte.


War schon fast egal, denn nach müde kommt blöd, und so stieg ich morgens um sieben ziemlich blöd ins Auto - super, strömender Regen. Dank Landstraße und oft benötigten Pinkelpausen kam ich in der ersten Stunde grade mal auf die A3 und insgesamt wohl so um die 70km weit, danach hab ich dem Regen getrotzt und auf koreanische Wetterfestigkeit gehofft. Als der Kilometerzähler auf 490 sprang, hab ich noch drei weitere Delegierte am Bahnhof in Bergisch-Gladbach eingesammelt, und bei Kilometer 503 war ich dann schließlich in Odenthal-Altenberg, wo die Bundeskonferenz der KjG statt fand.


Feine Sache: 6 Tage mit tollen Menschen, super Stimmung, wenig Nörgelei, viel Lob für unsere Arbeit, schöne lange Abende, aber trotzdem viel zu wenig Zeit für all die tollen Menschen, und dickes Schlafdefizit. Frühstück wurde nach dem 1. Tag gestrichen, dafür stieg die Koffeinzufuhr auf mehrere Liter Kaffee/Cola am Tag. Ungesund? Oh ja... aber es hat sich gelohnt: ExpertInnenzirkel zu G8-Anträgen, Änderung der Geschäftsordnung der LAG um 2 Uhr nachts, spontane Auflösungen von Mitgliedsverbänden, Sexualpädagogik vorangetrieben, Fussballpokal gegen die niederträchtigen Norddiözesen verteidigt, und viel, wirklich viel Spaß gehabt, auch wenn ich nicht immer so aussah.


Sonntags ging es dann nach ein bisschen Schlaf wieder auf die Autobahn: Abfahrt um halb eins, Ankunft (nach Reise in die Rhön) um sechs uhr abends, und die letzten 100km ist das Sichtfeld immer kleiner geworden...


Montags hat man dann seine Umwelt wieder bewußter wahr genommen: Dank spree8 und dem Indymedia-Ticker bleibt man irgendwie doch bei den guten Menschen rund um Heiligendamm. Dass die Gewalt in Rostock eskaliert ist, wundert mich nicht: Wer wochen- und monatelang linke Strukturen unbegründet unter Druck setzt, beschwört ein vorher vielleicht nicht so stark vorhandenes Gewaltpotenzial herauf. Das ist dann Samstag gehörig hochgegangen, und das war Scheiße. Mittlerweile habe ich aber den Eindruck, dass die Mitglieder des Schwarzen Blocks sich weitgehend in die friedlichen Protestformen des zivilen Ungehorsams eingefügt haben - die erfolgreichen Blockaden der Zufahrtsstraßen sind für mich ein Zeichen des Erfolgs.


Und heute abend war ich dann in Full Metal Village - sehr empfehlenswerter Film, selbst, wenn man keinen Metal mag, denn eigentlich gehts um das Festival nur ganz am Rande. Mit Milchbauern zum Lieben und Multibauern zum Abgewöhnen.


Morgen gehts dann ins Grabfeld zum Kanufahren und *psst* illegal zelten. Wird ein Spaß!


Und: Heute kam die Praktikumszusage für San Francisco! Nächsten Sommer bin ich weg!


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23 Mai 2007

Diversitäten

1. Am 23. Mai - moment, das is ja heute - findet von 12 bis 14 uhr eine studentische vollversammlung statt. wer von euch also studiert, das auch noch in bamberg, sollte alles stehen und liegen lassen und in die U7 kommen. Husch, es geht um euer Geld!!!


2. Gestern hab ich mir mein rechtes Bein rasiert, und jetzt ist es irgendwie so braunschwarz. Sieht nett aus, aber ich war mal bei einem Experten, und der hat gemeint, dass das im Sommer noch grün und blau und n bisschen rot anlaufen kann. naja. schau mer ma.


3. Bee schmeißt wieder Stöckchen! Skandal!


Wieder mal ein Stöckchen... heute gehts um punktuelle Aktualität.

Aktuelle Tätigkeit? - draußen lacht mein mitbewohner, ich liege da und lass meine haut atmen. quasi nackt.

Aktuelle Musik? - keine - die ruhe ist schön

Aktuelles Buch? - irgendein shadowrun-roman

Aktuelle Zeitung? -Ich hab vorhin mal die SZ durchgeblättert...

Aktuell im Fernsehen? - Vermutlich ne ganze Menge. Ist ohne eigenes TV-Gerät aber schwer zu beurteilen.

Aktuelle Hauptbeschäftigung? - Heute darf ich leiden. Aber ich habs ja so gewollt.

Aktuelle/r Freund/Freundin? - in der toskana. is ja auch mal nett.

Aktuelle Lieblingsfarbe? - Braun ist ein Arschloch. Das beantwortet die Frage zumindest insofern, als dass ich braun ausschließen kann.

Aktuelles Essen? - Hm, gute Idee. mal schaun, was noch da ist.

Aktuelles Getränk? - Wasser hol ich mir gleich.

Aktuelle Abendplanung? - Der abend grad war gut mit poetry slam gefüllt, morgen mach ich - nüscht.

Aktuelle Wochenendplanung? - Nach Augsburg u. Regensburg fahren.

Aktuelle Sockenfarbe? - Karos rocken die Scheiße fett.

Aktuelle Freude? - Auf den tag, an dem der letzte schorf bröckelt. und bis dahin freu ich mich auf freitag

Aktuelles Ärgernis? - es brennt, es BRENNT! eigentlich ist es halb so schlimm, aber heute darf ich ja leiden.

Aktuelles Lieblingsblog? - Mistress Matisse.


Aktuell liebster Zeitvertreib? - Mit Schreibstoff durch die Lande reisen.

Aktuell zeitraubendste, unangenehme Tätigkeit? - Gesunden

Aktuelles Wetter? - Schwül und dunkel.

Aktuelle Meinung zu...? der Gesamtsituation. Die is nämlich toll.


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10 Mai 2007

Schreibstoff

Lange gabs keinen neuen Beitrag von mir, aber jetzt gibt es doch wieder ein paar Kleinigkeiten.


akw!-Slam in Würzburg - 6. Mai 2007.


die anreise gestaltete sich sommerlich, im park die wärme genossen und sonne getankt. mit straßenbahn zum akw!, am spielplatz text für die vorrunde geübt. problem: keinen text fürs finale mehr gehabt. notfallplan: Herr Bardo aus Felix' Textsammlung, der auch schon mehrere Slams gewinnen konnte.


Vorrunde 1: Matthias Istel erklärt dem Publikum, zu welcher zoologischen Gattung der Quiznightmoderator gehört. Nette Idee, aber der Text ist noch nicht ausgereift - das Publikum bleibt zurückhaltend. (der text wurde aber auch erst in der Nacht davor geschrieben, insofern ist da noch potential nach oben...)


Felix Kern träumt. Wie immer wunderschöner, poetischer Text, der einen mitnimmt.


Thomas Brandt: Heute mal Herzschmerz statt Comedy. Anders, aber sehr, sehr gut geschrieben.


Sonja Weichand: Slam-Debütantin mit geistreichen kleinen Gedichten, die einfach schön zu hören waren.


Michael Jakob erklärte dem Publikum, warum Tofu schwul macht. Großartig geschriebener Text, basierend auf einem echten zeitungsartikel. Und mir schmeckt Tofu trotzdem :)


Am Ende der ersten Vorrunde ist der Applaus lautstärkemäßig kaum zu unterscheiden - im 2-Sekunden-Stoßklatschen reicht es dann klar für Michael Jakob und Sonja Weichand.


Runde 2: Brian eröffnet. Als er seinen Namen nennt, tönt es aus dem Publikum "Nein, ich bin Brian!" "Ich bin Brian!" "Meine Frau und ich, wir sind beide Brian!" - soviel zur Filmzitatfestigkeit des Würzburger Publikums. Das RAF-T-Shirt war schon ein Hinweis darauf: Brian will aufrütteln, und man merkt kaum, dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist. Starker Vortrag, provokant in Auftreten und Inhalt.


Tobi Heyel macht weiter und erzählt in schönen Bildern, dass Trübsal blasen und in Selbstmitleid aalen sich rächt, denn die Welt dreht sich weiter.


Anschließend sind wir dran. Das Proben hat sich ausgezahlt, wir hatten den Text fast auswendig drauf und kaum einen Versprecher.


Nun betritt Philipp die Bühne - leider habe ich vergessen, was er vorgetragen hat. Schade.


Vorrunde 2 endet nach dem vierten Beitrag mit der Abstimmung. Der Applaus für Tobi und uns war am lautesten. Im Finale also Sonja, Michael Jakob, Tobi Heyel und wir.


Sonja bleibt ihren Gedichten treu, und es bleibt weiterhin hörenswert.


Michael bringt die BWL-Verbalerotik - ein Klassiker, der einige Klischees ordentlich auf die Schippe nimmt, aber nach seiner Aussage der Realität entspricht. Er hat 13 Semester BWL studiert, sollte das also wissen.


Tobi Heyel bringt einen Text über traumatisierende Erfahrungen in der Frühpubertät zweier Kinder, der definitiv auf National-Slam-Niveau war. Aufbau, Wortwahl, Vortrag, Inhalt - hier hat alles gestimmt Bärenstarker Auftritt!


Wir brachten zum Schluss den Text "Herr Bardo" mit verteilten Rollen. Ungewohnt, den Text mal selbst zu lesen, und ich hab mich in meine Rolle als dementer alter Mann auch nicht wirklich einfinden können.


In der Endabstimmung nach dem Bamberger System (Wäscheklammern!) gewinnt Tobi Heyel klar und verdient, und ein schöner Abend ging zu Ende.


1. Ansbacher FOS/BOS-Slam - 8. Mai 2007


anfahrt im strömenden regen. klamotten werden zwischen parkplatz und fos/bos klatschnass und bis in die nacht hinein nicht mehr trocken. nette stimmung und bekannte gesichter - der slam kann beginnen.


Den Anfang macht Michael Jakob mit "Knut muss sterben", danach wirds schwer mit der Reihenfolge. Spicken beim Frankenslam gibt mir zumindest die TeilnehmerInnenliste:


Paddi brachte einen amüsanten Text über einen ausrastenden Personalabteilungsmitarbeiter auf der Suche nach seinem Traumjob, der mit der Frage endete, ob Geld glücklich machen kann.


Schlumpf brachte gute Gedichte, u.a. seinen Wunsch, einen Tag in der Haut eines anderen, ihm nahestehenden Menschen zu stecken. Schlumpf wird von Mal zu Mal besser im Vortrag, und der Einzug ins Finale mit 25 von 30 Punkten von der Jury ist der gerechte Lohn.


Susanne Neumann beklagte die Unpersönlichkeit von Emails und lobte sich da doch die guten, alten Kontaktformen. Außerdem las sie einen leicht melancholischen Text über den Abschied einer Klasse von sich selbst. Da kamen Erinnerungen auf... willkommen in der Slamily!


Simon Riess haute Fäkalhumor auf niedrigstem Niveau raus. Ich hab mich köstlich amüsiert, auch wenns nur um Scheiße, Drogen und Geschlechtsverkehr ging. Aber political correctness wird selbst mir mal zuviel :)


Mimi brachte wieder ihren starken "Warum ich manchmal gern ein Mann wäre aber eigentlich froh bin eine Frau zu sein"; in Verbindung mit dem sicheren und gut vorgetragenen Auftritt gab es für sie mit 25 von 30 Punkten von der Jury das Finalticket.


Martin Geier erzählte von seinen Tagen in der T7-Kompanie der Bundeswehr - sehr hörenswert und einer seiner besten Texte, gekonnt vorgetragen.


Doktor Hahn erklärte in geschliffenen Versen die Herkunft des trojanischen Pferdes und bewies einen feinsinnigen Humor.


Ein Ansbacher, dessen Name mir leider nicht mehr einfällt, hat extrem makabre Geschichten vorgetragen - ohne Leiche ging kein einziger Text aus. Schwarzer Humor at its best, der stellenweise an Monty Python erinnerte.


Schreibstoff trug in der Vorrunde wieder "1 von 4" vor, und von der Jurywertung war ich persönlich sehr überrascht - 29 von 30 Punkten! (ja, das war eine angenehme Überraschung...)


Im Finale also Schlumpf, Mimi und wir. Schlumpf erzählte die von Wazlawick inspirierte Geschichte, wie er seine Nachbarin kennenlernen will und am Schluß ihre Großmutter verwirrt zurücklässt. Sehr, sehr gelungen!


Mimi erzählte von den freien Gedanken und der Werbung, die diese Freiheit in jähe Schranken weist. Frei und sicher vorgetragen - ich rechnete uns keine großen Chancen mehr aus.


Wir brachten das Slammermutmachlied. Und gewannen.


Danke, Ansbach, für den ersten Sieg, den das Team Schreibstoff erringen konnte! Wir haben uns sehr, sehr gefreut! (und den büchergutschein hauen wir so richtig auf den Kopf!)


Studio - 9. Mai 2007


Gut, Studio klingt jetzt ein bißchen groß, aber in jedem Fall waren wir heute abend aufnehmen bei einem der besten DJs, die Bamberg zu bieten hat, und nebenbei der Betreiber eines lesenswerten Blogs. Danke für Alles, Andi!


Die Ergebnisse gibt es hier zu hören. Und wer von euch einen Myspace-Account hat, darf gerne unser Freund/unsere Freundin werden... :)



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29 April 2007

Bajuku 2007

In Bamberg gibts seit geraumer Zeit junge Menschen, die der Meinung sind, dass man doch eigentlich mal was machen müsste. Und deswegen gibts jetzt zum dritten Mal das BAJUKU, das Bamberger Jugendkulturfestival. Das war schon in den letzten Jahren ein anständiger Querschnitt durch Bambergs alternative Kulturszene (fernab von Philharmonie und so), das wird es wohl auch dieses Jahr wieder werden. Das Programm sieht vielversprechend aus: Neben allerlei Mitmachaktionskunst (Grafitti, Airbrush, ...) und Betätigungsmöglichkeiten (Ultimate Frisbee, was sehr geil ist, Tischkicker, Mitmachzirkus, ...) sowie Entspannungsbereich (Massage, Gurkenmasken, ...) und Kinderprogramm wird noch feine Musik aus heimischen Gefilden und von weiter weg geliefert - der Bogen von Bamberg nach Österreich verläuft ja auch genau über uns hinweg. Götz Frittrang wird genauso auftreten wie Souljam und die Bambägga, Mäc Härder wird auf der selben Bühne stehen wie die großartige Johanna und Attwenger aus Österreich. Kurz: Es wird witzig, spannend, menschlich anregend und bereichernd, und sowieso ein Riesenspass.


Und wer den Spaß gut findet und sich denkt "hey, man müsst mal wieder was machen" - nun, euch kann geholfen werden. Lohnt sich auch. Nicht nur menschlich.


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26 April 2007

ministöckchen

von der paule. das nehm ich doch gern mal auf, wenn sie es so rumliegen lässt.


toll: Party mit Cherie!
dumm: irgendjemand hat unserem nachbarn ans auto gekotzt.
lustig:
Der DJ spielt zum Abschluss nochmal Ton-Steine-Scherben, und alle singen mit!
schmerzhaft: alles wegen schlafmangel.
kluk: erst fenster aufmachen, dann ins auto steigen
vorfreudig: Bett heute abend. Anajo? Pfft.
vorsätzig: ichgehemorgenzumblockseminarichgehemorgenzumblockseminarichgehemorgen...


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24 April 2007

The points are not the point...

endlich war wieder slam in bamberg, und es war schön, mal wieder auf der heimischen bühne zu stehen. Wobei es ja keine Bühne gibt. Was umso schöner ist. aber was ist mit dem publikum los? Früher drängte das Publikum nach vorne, zu den PoetInnen, und die Tanzfläche war voll! Seit einiger Zeit aber bildet sich das, was man bei Punkkonzerten einen Fuck-You-Horseshoe nennt - sprich: ein großer, leerer raum zwischen vortragender person und publikum. aber dann meckern, dass man die "Bühne" gar nicht sehen könnte.


Nun ja.


Hätte ich Stift und Zettel gehabt, könnte ich hier jetzt einen total tollen Rückblick geben, aber so bleib ich bei ultrakurz: Schön, dass Conny wieder da ist; Überraschend, dass Marta gekommen ist; Erfreulich, dass Frank wieder splattert! Schade, dass Ludwig nicht noch mehr neue Texte hatte. Klar, dass Christian wieder gewinnt. Toll, dass Sadi Spontankombination mit Jan auftreten kann. Supertoll, dass Jan da war! Und ich hab den Namen der featured artistin vergessen, und das ist doppelt schade, weil die gut singen kann, und wer jetzt mein denglisch verurteilen will: Fuck dich. Oder fick you. oder so.


tja, und ich bin derzeit extrem stolz auf "eine von vier", unseren aktuellen text zum tabuthema sexuellen missbrauch. (den es in gekürzter fassung auch bei www.free-spirit.de im Downloadbereich vom April 2007 gibt, im 1. Teil des Frankenslam-Berichts). Er ist nicht autobiographisch, aber dennoch sehr anstrengend vorzutragen. Und so lernt man nach jedem Vortrag neue Lebensgeschichten alter Freundinnen und Freunde sowie vollkommen Fremder. Und dann nicht betroffen zu schweigen, ist das Schwerste.
Aber das zeigt mir eigentlich auch nur, dass wir da irgendwo anscheinend nicht ganz daneben liegen.


Und so bewahrheitet sich der Text. Den wir irgendwann demnächst auch mal aufnehmen wollen, auf dass ihr euch im folgenden eure eigene Meinung bilden möget, aber den ich auf Anfrage auch gern so als Dokument rumschicke.


Hat jemand zufällig zwei Mikros und Lust, zwei junge, aufstrebende und teilweise gutaussehende Poeten aufzunehmen?


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22 April 2007

The idea is good but the world isn't ready yet


Zweierleierei:

1. Vroni hat mich auf ein nettes Spielzeugs aufmerksam gemacht: Ambigramme. Gleich mal ausprobiert, dabei kam jener netter Schriftzug heraus. Theoretisch steht da jetzt Wuschelswelt - und zwar sowohl so rum als auch wenn man auf dem Kopf stehen würde. Vroni hat recht - Laptopbesitzer habens 
da einfacher.
2. Die großartige Nora E. Gomringer lädt wieder zum Poetry Slam ein! Montag abend ist es im Bamberger Morph Club wieder soweit; angekündigt haben sich die derzeitige Nummer 5 der deutschen Slamszene und amtierender fränkischer Meister, Slammaster in Würzburg: Christian Ritter; der Slammaster von Fürth, Forchheim, Bayreuth, Nürnberg und Ansbach - Michael Jakob (auf Platz 10 der Rangliste), sowie als featured artists Lotte Peil und Jan Koch. Wer die Ranglistennummern nicht so beeindruckend finde, möge mal kurz überlegen: Die beiden kommen zusammen auf 18 Siege und 10 zweite Plätze :)
Team Schreibstoff, das sich endlich auf einen Namen festgelegt hat, wird auch mit von der Partie sein,
 und wer den Bamberger Slam kennt, wird auch um die spannenden SpontanpoetInnen wissen.
Schließlich haben einige große Namen ihre Karriere in Slamberg begonnen...

21 April 2007

Oh, da liegt ein Stöckchen, das klau ich mir, sonst muss ich nämlich wieder mein Zimmer aufräumen. Also los gehts:


- dein handy? lädiert
- dein partner? idealbesetzung
- deine haare? wuschlig
- deine mama? sportlich
- dein papa? sportverletzt
- lieblingsgegenstand? Inlineskates
- dein traum von letzter nacht? vergessen
- dein lieblingsgetränk? bionade
- dein traumauto? mx-5
- der raum in dem du dich befindest? teilgereinigt
- dein/e ex? tätowiert
- deine angst? selbsttäuschung
- was möchtest du in 10 jahren sein? angekommen
- mit wem verbrachtest du den gestrigen abend? picard
- was bist du nicht? diszipliniert
- das letzte was du getan hast? aufgeräumt
- was trägst du? schwarz
- dein lieblingsbuch? bücherregal
- das letzte was du gegessen hast? brötchen
- dein leben? spitze!
- deine stimmung? schwankelmütig
- deine freunde? verstreut
- woran denkst du gerade? sex
- was machst du gerade? aufräumen
- dein sommer? schaumerma
- was läuft in deinem tv? fangfrage!
- wann hast du das letzte mal gelacht? vorhin
- das letzte mal geweint? 2005
- schule? naja...
- was hörst du gerade? straßenverkehr
- liebste wochenendbeschäftigung? augsburg
- traumjob? schreibtischlos
- dein computer? drei
- außerhalb deines fensters? straße
- bier? nö...
- mexikanisches essen? nein
- winter? haha!
- religion? protestantholik
- urlaub? überflüssig
- auf deinem bett? chaos
- liebe? grandios!


so, an die arbeit!


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Fencing mirrors

Ich hab mich erst gefragt, was Johnny vom Spreeblick so gut am Spiegelfechter gefällt. Aber jetzt weiß ich es.


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